
Gute Akquise bedeutet nicht, möglichst viele Kontakte anzusprechen, sondern für jeden potenziellen Kunden die richtige nächste Aktion zu kennen und zu dokumentieren. Ein Workflow für die Outbound-Akquise macht daraus einen wiederholbaren Prozess. Wenn Sie einzelne Aufgaben automatisieren, klären Sie zunächst deren Rolle im Ablauf – wie in den Schritten einer automatisierten Akquise beschrieben.
Konkret verbindet dieser Workflow die Zielgruppenauswahl, Qualifizierung, Kontaktaufnahme und Nachverfolgung. Zu Beginn lässt er sich manuell steuern. Sobald das Volumen, die Zahl der Beteiligten oder vergessene Aufgaben die Umsetzung erschweren, können passende Tools unterstützen. Entscheidend bleiben eine klare Logik, relevante Nachrichten und eine definierte nächste Aktion für jeden potenziellen Kunden.
Was ist ein Workflow für die Outbound-Akquise?
Stellen Sie sich einen Kontaktdatensatz vor, in dem lediglich „kontaktiert“ steht. Welche Nachricht versendet wurde, welche Antwort einging und was als Nächstes ansteht, bleibt offen. Ein Workflow für die Outbound-Akquise verhindert diesen Kontextverlust, indem er eine Abfolge von Aktionen und Entscheidungen beschreibt: Wer wird in den Prozess aufgenommen, was passiert danach und wann wird die Nachverfolgung beendet oder angepasst?
Für die Gestaltung hilft es, vier Elemente zu unterscheiden:
- Der Auslöser, durch den ein potenzieller Kunde in den Prozess eintritt, etwa die Aufnahme in eine gezielte Kontaktliste nach vorheriger Prüfung.
- Die Kriterien, die bestimmen, ob dieser Kontakt zur Zielgruppe passt und welcher Ansatz geeignet ist.
- Die Aktionen, etwa eine Nachricht vorbereiten, einen Anruf planen oder eine Follow-up-Aufgabe erstellen.
- Die Ausstiegsbedingungen, die weitere Kontaktversuche nach einer Antwort, einer Absage, einer Bitte um Entfernung aus der Kontaktliste oder einer Statusänderung stoppen.
Eine von GetPro veröffentlichte Beschreibung der Rolle des GTM Engineers veranschaulicht diese operative Logik: Informationen werden gesammelt, angereichert, geprüft und anschließend an das passende Tool oder die zuständige Person weitergegeben. Für Vertriebsteams macht das deutlich, dass ein Workflow mehr umfasst als den zeitgesteuerten Versand von Nachrichten. Er muss auch die Datenqualität sichern und festlegen, wer den nächsten Schritt übernimmt.
Eine klar definierte Zielgruppe und einen geeigneten Auslöser festlegen
Bevor Sie ein Tool oder einen Kanal wählen, beschreiben Sie, welche Unternehmen Sie ansprechen möchten und für welche Personen Ihr Angebot hilfreich sein kann. Eine brauchbare Zielgruppendefinition geht über eine Stellenbezeichnung hinaus: Berücksichtigen Sie je nach Geschäftsmodell die Branche, Unternehmensgröße, Funktion und einen Bedarf, den Sie abdecken können.
Verknüpfen Sie anschließend einen Auslöser mit einem konkreten Anlass für die Kontaktaufnahme. Das kann die Aufnahme eines Unternehmens in eine qualifizierte Liste, ein bekannter Stellenwechsel oder eine eingegangene Anfrage sein. Ein Signal sollte geprüft werden und nicht automatisch zu einer Schlussfolgerung führen: Allein daraus lässt sich keine Kaufabsicht ableiten. Halten Sie fest, warum der Kontakt ausgewählt wurde und welche Informationen Sie für eine persönliche Erstansprache benötigen.
Legen Sie schließlich vor dem Start die Ausschlusskriterien fest: bestehende Kunden, Kontakte außerhalb der Zielgruppe oder Personen, die nicht mehr angesprochen werden möchten. Eine Prüfung der Liste in dieser Phase verhindert, dass Sie Zeit in ungeeignete Kontakte investieren, und sorgt für einheitliche Kriterien im Team.
Kontaktaufnahmen und Follow-ups organisieren
Eine sinnvolle Sequenz koordiniert die Kontaktpunkte, ohne dieselbe Botschaft zu wiederholen. Wählen Sie den Kanal passend zum Kontext und zu den verfügbaren Informationen. Geben Sie anschließend jedem Kontaktversuch ein eigenes Ziel: ein Gespräch eröffnen, einen relevanten Impuls liefern oder einen nächsten Schritt vorschlagen.
Ein Team kann beispielsweise mit einer kurzen E-Mail beginnen, die eine konkrete geschäftliche Herausforderung anspricht. Bleibt innerhalb der festgelegten Frist eine Antwort aus, folgt eine Nachricht mit einer neuen Information. Anschließend lässt sich eine Anrufaufgabe erstellen, sofern ein Telefonat in diesem Fall sinnvoll ist. Anzahl und Abstand der Kontaktversuche sollten zu Ihrem Vertriebszyklus und Ihren Kapazitäten für die Nachverfolgung passen – statt einen fremden Rhythmus ungeprüft zu übernehmen.
Trennen Sie bei E-Mails die Nachrichtenvorbereitung von der Versandplanung: Prüfen Sie den Empfänger, die Relevanz des Anlasses und die Möglichkeit, zu antworten oder weitere Kontaktaufnahmen abzulehnen. Mehr dazu erfahren Sie unter Akquise per E-Mail. Nutzt Ihr Team mehrere Kanäle, dokumentieren Sie die Kommunikation an einem zentralen Ort. So vermeiden Sie Nachrichten, die nicht zu einem bereits laufenden Gespräch passen.
Eine von FlowHunt veröffentlichte Vorlage zur Leadgenerierung beschreibt einen Ablauf von der Unternehmensrecherche über die Identifizierung der Ansprechpartner bis zur Informationssammlung. Das zeigt, wie sich ein Prozess in einzelne Schritte zerlegen lässt, ist aber keine universell einsetzbare Sequenz: Passen Sie jeden Schritt an Ihre Zielgruppe an und legen Sie ausdrücklich fest, wann ein Mensch eingreifen muss.
Verzweigungen, Kontrollen und Ausstiege vorsehen
Eine starre Abfolge passt nicht zu jeder Situation. Antwortet ein potenzieller Kunde positiv, muss der Prozess die geplanten Follow-ups stoppen und den bisherigen Kontext an den zuständigen Vertriebsmitarbeiter übergeben. Bei einer Absage endet die Ansprache. Bleibt eine Antwort aus, ist eine weitere Aktion nur dann sinnvoll, wenn sie einen hilfreichen neuen Ansatz bietet und die vom Team festgelegten Kontaktregeln einhält.
Diese Verzweigungen können einfach bleiben. Zum Beispiel: „Antwort eingegangen“ erstellt eine Aufgabe zur persönlichen Nachverfolgung; „Kontaktdaten unvollständig“ führt zu einer Überprüfung; „keine Antwort innerhalb der vorgesehenen Frist“ schlägt ein Follow-up vor oder beendet den Ablauf gemäß den festgelegten Kriterien. Dokumentieren Sie für jede Regel die Zuständigkeit, die Frist und die Auswirkung auf den Kontaktstatus.
Automatisierung kann eine Aktion vorbereiten, eine Information speichern oder auf einen anstehenden Schritt hinweisen. Sie ist jedoch nicht mit der eigentlichen vertrieblichen Entscheidung gleichzusetzen. Bei GetCalls werden KI-vorbereitete Aktionen vor ihrer Ausführung einzeln zur Freigabe vorgelegt. So behält das Team einen Kontrollpunkt für Nachrichten und Follow-ups.
Den Workflow messen und die richtigen Tools auswählen
Sobald der Prozess läuft, messen Sie die Schritte, aus denen sich konkrete Entscheidungen ableiten lassen. Die Anzahl neu hinzugefügter Kontakte sagt nichts darüber aus, ob die Zielgruppe passt. Verfolgen Sie stattdessen eingegangene Antworten, qualifizierte Gespräche, vereinbarte Termine und Kontakte, die nach einer Absage oder einer Bitte um Entfernung aus der Kontaktliste aus dem Workflow ausscheiden. Vergleichen Sie die Ergebnisse nach Segment oder Kanal, sofern das Datenvolumen eine aussagekräftige Auswertung erlaubt.
Führt ein Schritt zu wenigen Antworten, prüfen Sie zunächst die Qualität der Liste und den Anlass der Kontaktaufnahme. Gehen Antworten ein, ohne dass daraus ein sinnvolles Gespräch entsteht, sollten Sie die Relevanz Ihres Angebots und die Qualifizierung überprüfen. Ändern Sie jeweils nur ein Element und beobachten Sie die Auswirkungen über einen Zeitraum, der zu Ihrem Vertriebszyklus passt. Werten Sie eine geringe Zahl an Rückmeldungen nicht als endgültigen Beleg.
Eine gemeinsam genutzte Tabelle kann für eine Person ausreichen, die einen einfachen Ansatz testet. Arbeiten mehrere Vertriebsmitarbeiter mit denselben Unternehmen, überschneiden sich Follow-ups oder wird die Nachverfolgung schwierig, können ein zentraler Arbeitsbereich und Erinnerungen für nahtlose Abläufe sorgen. Einen Überblick über mögliche Lösungskategorien finden Sie unter Tools für die Neukundenakquise. Wählen Sie anschließend anhand Ihres tatsächlichen Bedarfs, Ihrer Freigaberegeln und Ihrer bestehenden Tools.
GetCalls vereint die Recherche und Anreicherung von Kontaktdaten, die Nachrichtenvorbereitung sowie die Kommunikation über LinkedIn, E-Mail und Telefon in einer zentralen Inbox mit gemeinsamem Verlauf. Nach eigenen Angaben analysiert der Dienst mehr als 50 Datenquellen. Das bedeutet jedoch nicht, dass für jeden potenziellen Kunden alle Quellen abgefragt werden. Das Guthabenvolumen lässt sich ohne Vertragsbindung anpassen oder kündigen; vorbereitete Aktionen werden vor ihrer Ausführung zur Freigabe vorgelegt.
Erst die Methode, dann die Automatisierung
Ein solider Outbound-Akquiseprozess beginnt mit einer anhand klarer Kriterien prüfbaren Zielgruppe, einem nachvollziehbaren Kontaktanlass und einer dokumentierten nächsten Aktion. Planen Sie Verzweigungen je nach Antwort, eindeutige Ausstiegsbedingungen und einige Kennzahlen ein, die Ihnen helfen, den Prozess zu verbessern. Automatisieren Sie anschließend wiederkehrende Aufgaben, behalten Sie aber die menschliche Kontrolle über die Kommunikation, die die Geschäftsbeziehung prägt.
Strukturieren Sie Ihre tägliche Akquise
Wenn Recherche, Nachrichtenvorbereitung und Follow-ups auf mehrere Tools verteilt sind, kann Kontext verloren gehen und Aufgaben können liegen bleiben. Ein zentraler Ansatz hilft, einen gemeinsamen Überblick über den Ablauf zu behalten. Die Gesprächsführung und die Freigabe vorbereiteter Aktionen bleiben dabei in der Hand des Vertriebsmitarbeiters.
Mit GetCalls können Sie einen Akquise-Agenten ohne Kreditkarte testen. Sobald Ihr Konto mit LinkedIn oder einer verbundenen E-Mail-Adresse eingerichtet und eine erste Kampagne freigegeben ist, werden 500 Credits freigeschaltet. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Akquise automatisieren, und behalten Sie die Kontrolle über Aktionen, die Ihre Freigabe erfordern.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet einen Workflow von einer Akquise-Sequenz?
Eine Sequenz beschreibt in der Regel eine geordnete Reihe von Kontaktaufnahmen. Ein Workflow kann zusätzlich Eintrittskriterien, antwortabhängige Verzweigungen, Aktualisierungen der Nachverfolgung und Ausstiegsbedingungen umfassen.
Welche Schritte gehören in einen Workflow für die Outbound-Akquise?
Definieren Sie die Zielgruppe, prüfen Sie die Daten, wählen Sie den Auslöser und bereiten Sie Aktionen und Follow-ups vor. Legen Sie anschließend die Ausstiegsregeln und die zu erfassenden Kennzahlen fest. Die genaue Reihenfolge hängt von Ihrem Angebot und Ihrem Vertriebszyklus ab.
Sollte jede Kontaktaufnahme automatisiert werden?
Nein. Automatisierung kann helfen, wiederkehrende Aktionen vorzubereiten und die Nachverfolgung zu organisieren. Sie ersetzt aber weder das vertriebliche Urteilsvermögen noch den Austausch mit potenziellen Kunden. Behalten Sie Freigabepunkte dort bei, wo der Kontext oder die Beziehung es erfordert.
Welche Kennzahlen helfen bei der Bewertung des Workflows?
Verfolgen Sie Antworten, qualifizierte Gespräche, vereinbarte Termine und Ausstiege aus dem Prozess, jeweils im Zusammenhang mit Segment und Kanal. Diese Kennzahlen helfen, verbesserungsbedürftige Schritte zu erkennen, ohne die Bewertung auf die Anzahl versendeter Nachrichten zu reduzieren.
Wie lässt sich GetCalls in diesen Ansatz integrieren?
GetCalls zentralisiert die Kontaktrecherche, Datenanreicherung, Vorbereitung von Aktionen und Nachverfolgung der Kommunikation über LinkedIn, E-Mail und Telefon. Vorbereitete Aktionen werden vor ihrer Ausführung einzeln zur Freigabe vorgelegt.